Autor: FraktionFAMILIE
Warum Coesfeld beim Thema Bauland endlich selbst das Steuer übernehmen muss!
Für viele Familien wird der Traum vom Eigenheim immer schwieriger. Die Bauzinsen sind gestiegen, die Baukosten haben sich in den letzten Jahren deutlich erhöht. Wer heute bauen will, braucht mehr Eigenkapital, mehr Geduld und oft auch mehr Glück.
Das ist nicht nur ein Problem für einzelne Familien. Es betrifft die Entwicklung ganzer Städte. Auch Coesfeld steht vor der Frage, wie wir in Zukunft attraktiv für Familien, Fachkräfte und Zuziehende bleiben.
Wenn Grundstücke knapp sind, zu teuer angeboten werden oder schlecht vermarktet werden, entscheiden sich viele Menschen am Ende für einen anderen Ort. Die Folge ist klar. Weniger Zuzug, weniger Dynamik, weniger Zukunft.
Deshalb braucht Coesfeld einen anderen Ansatz.
Wir als Familien-Partei setzen uns dafür ein, dass die Stadt wieder mehr Kontrolle über ihre Bauflächen bekommt. Grundstücke sollen stärker durch die Stadt selbst angekauft, entwickelt und vermarktet werden. Ziel ist ein aktives Grundstücksmanagement, das sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert und nicht allein am Markt.
Warum ist das wichtig?
Wenn die Stadt Grundstücke selbst verwaltet, kann die Politik direkt Einfluss nehmen. Es geht dann nicht mehr nur darum, was gerade den höchsten Preis bringt. Es geht darum, wer in Coesfeld leben soll und wie sich unsere Stadt entwickelt.
Eine zentrale Vermarktung sorgt außerdem für mehr Klarheit. Statt vieler einzelner Akteure gibt es eine klare Linie. Grundstücke können gezielt an Familien, Fachkräfte und Menschen vergeben werden, die nach Coesfeld ziehen wollen.
Ein weiterer Punkt ist die Preisgestaltung. Wenn die Stadt selbst verkauft, kann sie Preise festlegen, die für Familien noch erreichbar sind. Das verhindert extreme Preissprünge und sorgt für mehr Planbarkeit.
Gleichzeitig stärkt das den Standort Coesfeld insgesamt. Wer weiß, dass er hier faire Bedingungen und transparente Verfahren findet, entscheidet sich eher für unsere Stadt.
Ein spannender Ansatz ist auch die Erbpacht. Dabei bleibt das Grundstück im Besitz der Stadt, während Familien darauf bauen können. Der große Vorteil liegt auf der Hand. Die Einstiegskosten sinken deutlich, weil das Grundstück nicht sofort gekauft werden muss. Gleichzeitig behält die Stadt langfristig Einfluss auf die Nutzung der Flächen.
Am Ende geht es um eine einfache Frage. Wollen wir zusehen, wie sich der Markt allein entwickelt, oder wollen wir aktiv gestalten?
Wir sind der Überzeugung, dass Coesfeld mehr Steuerung braucht. Bauland darf kein Spekulationsobjekt sein. Es muss dazu dienen, unsere Stadt weiterzuentwickeln und Familien eine echte Perspektive zu bieten.
Deshalb haben wir konkrete Vorschläge eingebracht. Die Verwaltung soll prüfen, wie ein zentrales Grundstücksmanagement aufgebaut werden kann. Außerdem soll die Möglichkeit der Erbpacht konkret ausgearbeitet werden. Und langfristig soll die Vermarktung von Bauflächen wieder stärker über die Stadt selbst laufen.
Coesfeld hat die Chance, hier einen klaren Weg zu gehen. Jetzt muss sie ihn auch nutzen.